12. November 2018

Testen um jeden Preis?

Freiverkäuflicher HIV-Test mit Schattenseiten

© AndreyPopov/ istockphoto.com
© AndreyPopov/ istockphoto.com

Wer bisher wissen wollte, ob er oder sie sich mit dem Aids-Erreger HIV angesteckt hat, musste einen Arzt, eine Aids-Beratungsstelle oder das Gesundheitsamt aufsuchen. Jetzt gibt es frei verkäufliche HIV-Selbsttests, die sofort ein Ergebnis liefern. Was für Personen mit hohem Risiko eine sinnvolle Sache sein kann, ist für den großen Rest der Bevölkerung fragwürdig.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn pries die Freigabe der Tests: „Wir wollen Menschen unterstützen, die sich freiwillig auf HIV testen wollen. Die Verkaufsfreigabe von HIV-Selbsttests ist damit ein weiterer Baustein im Kampf gegen HIV und AIDS.“1 Erst mal klingt das plausibel: Wer seine HIV-Infektion aufspürt, kann sich behandeln lassen und andere vor der Ansteckung schützen. Doch jeder Test hat eine Schattenseite, die häufig nicht bedacht wird: Er kann Gesunde fälschlicherweise zu Kranken machen, weil er manchmal auch Alarm schlägt, wenn gar keine Infektion vorliegt. Das sind dann „falsch positive Ergebnisse“.

Mehr dazu im aktuellen Heft


  • Kontrolle ist besser

    „Dazu gibt es keine aussagekräftigen Studien“ – diese Bilanz ziehen wir in unseren Beiträgen häufig. Aber was

  • Mit Magnesium gegen Depression?

    Glaubt man den Verheißungen der Werbung, ist Magnesium bei Depressionen eine wahre

  • Gleich, aber doch irgendwie anders?

    Bei der Einnahme von Schilddrüsenhormonen sind gleichmäßige Konzentrationen des Wirkstoffs im Blut

  • Rückblende: Ausspucken verboten!

    Kennen Sie den „Blauen Heinrich“, ein Glasfläschchen, das man bequem in die Tasche des Gehrocks stecken

  • Abnehmen um jeden Preis

    Schlankheitswahn! Gibt es überhaupt Frauen, die sich diesem gesellschaftlichen Druck entziehen können?

  • Erkältet oder Nebenwirkung?

    Heiserkeit und eine raue Stimme sind oft Anzeichen einer „Erkältung“.

GEPANSCHTES

Gepanschtes-Button-B272px

Heft-Archiv


Ausgabe 2019/01




AKTION

AKTION 1000 neue Abonnenten

Spenden

Unsere Informationen gefallen Ihnen?
SpendenWenn Sie Gute Pillen – Schlechte Pillen mit einer Spende unterstützen, hilft uns das, unabhängig und werbefrei zu sein. GPSP ist gemeinnützig. Spenden sind steuerlich absetzbar: