28. Mai 2018

Tamoxifen-Gentest – teure Ungewissheit

Brustkrebspatientinnen profitieren nicht

@ MachineHeadz/ istockphoto.com
@ MachineHeadz/ istockphoto.com

Für teures Geld wird ein Gentest angeboten, der bei Patientinnen mit hormonsensitivem Brustkrebs den Nutzen von Tamoxifen individuell vorhersagen soll. Sie müssen den Test in der Regel selbst zahlen, da die Krankenkassen keinen Sinn darin sehen. Worum geht es?

Brustkrebs ist nicht gleich Brustkrebs. Darum nützt das Antiöstrogen Tamoxifen nur jenen Frauen, bei denen das Tumorwachstum von Östrogen gefördert wird. Bei solchem hormonsensitivem Brustkrebs hemmt Tamoxifen das Tumorwachstum. Tamoxifen ist ein sogenannter SERM, ein selektiver Modulator des Rezeptors für das Östrogen Estradiol. „Selektiv“ bedeutet: Der Wirkstoff bindet an diesen Rezeptor und bewirkt, dass das körpereigene Östrogen seine wachstumsstimulierende Wirkung auf Tumorzellen nicht mehr entfalten kann.

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