Gute Pillen – Schlechte Pillen: 2016 / 02 S. 15b

Kurz und knapp

Filme: Einfallstor für Tabakwerbung

In ihrem aktuellen „Smoke-Free Movie Report“ 6 moniert die Weltgesundheitsorganisation (WHO), dass Tabakwerbung zwar in den meisten Staaten massiv eingeschränkt wurde, aber ein wichtiges Einfallstor der Tabakindustrie weit offen steht: Rauchende Schauspieler in Filmen.

Gerade junge Menschen lassen sich von ihren Stars verführen.7 Laut Studien aus den USA beginnen 4 von 10 (37%) wegen der Vorbildwirkung in Filmen mit dem Rauchen. Der Wissenschaftler Stanton Glantz von der University of California, der seit langem für die WHO arbeitet, hat einen einfachen Vorschlag eingebracht: Filme, in denen geraucht wird, sollten nur für Erwachsene ab 18 Jahren zugänglich sein. Übrigens wird in deutschen, polnischen und italienischen Filmen mehr geraucht als in US-Movies. Eine Kuriosität gibt es in Indien: Sobald im Film geraucht wird, erscheint auf der Leinwand oder dem Bildschirm eine Warnung vor Tabak.

6 WHO (2015) Smoke-free movies: from evidence to action. Genf: WHO
7 Bull WHO (2016) 94, S. 82

Der Stand der Informationen entspricht dem Erscheinungsdatum des Hefts.

Hier finden Sie weitere Artikel zu verwandten Themen:

GEPANSCHTES

Gepanschtes-Button-B272px

Heft-Archiv


Titelbild dieser Ausgabe


AKTION

AKTION 1000 neue Abonnenten

Spenden

Unsere Informationen gefallen Ihnen?
SpendenWenn Sie Gute Pillen – Schlechte Pillen mit einer Spende unterstützen, hilft uns das, unabhängig und werbefrei zu sein. GPSP ist gemeinnützig. Spenden sind steuerlich absetzbar: