Sicher tauchen

GPSP
© Von Herrath

Der Tauchsport ist für viele Urlauber faszinierend. Aber nicht jeder sollte sich mit moderner Tauchausrüstung unter Wasser begeben. Manche Erkrankungen machen das Tauchen zu einem risikoreichen Unternehmen, und selbst mit einer verschnupften Nase sind Unterwasserausflüge nicht ratsam. Da sollte man lieber schnorcheln. Die Zeitschrift Gute Pillen - Schlechte Pillen informiert über tauchärztliche Untersuchungen und sagt, worauf zu achten ist.

Wer mit oder ohne Tauchgerät abtaucht, verspürt schon nach einem Meter Wassertiefe den deutlichen höheren Umgebungsdruck, besonders auf den Ohren. Der Druckunterschied an Land und unter Wasser, nimmt mit zunehmender Tiefe zu, und jeder Taucher und jede Taucherin muss lernen, diesen Unterschied zu kompensieren. Gelingt das nicht, kann es beim Abtauchen zu einem Trommelfellriss kommen. Und wenn zum Beispiel Schnupfen die Ohrtrompete verstopft, kann ein sehr unangenehmer Drehschwindel entstehen, der die Orientierung behindert. Er erfordert ein möglichst zügiges Auftauchen.

Schlimmer noch sind Schäden am Mittel- oder Innenohr oder ein Überblähen der Lunge. Dazu kann es kommen, wenn beim Auftauchen nicht genug ausgeatmet oder zu schnell aufgestiegen wird.

Andere Probleme entstehend dadurch, dass sich bei den hohen Druckverhältnissen unter Wasser die Atemgase im Blut und im Gewebe lösen. Aus dem gelösten Stickstoff können winzige Bläschen entstehen, wenn man später zu schnell aufsteigt. Und die sind ein Problem. Bei der so genannten Dekompressionskrankheit erzeugen die Bläschen nicht nur in Muskeln und Gelenken Schmerzen und Juckreize („Taucherflöhe“), sondern sie können auch in den Blutkreislauf gelangen und bedrohliche Gefäßverschlüsse verursachen. Zwar helfen moderne Tauchcomputer, solche Tauchunfälle zu vermeiden, aber sie kommen immer wieder vor und erfordern erfahrene Helfer und vorschriftsmäßig funktionierende Druckkammern.

Das wird von Tauchfreunden oft vergessen: „Es ist ratsam, nach dem letzten Tauchgang und vor dem Rückflug aus einem entfernten Urlaubsort mindestens einen Tag Pause einzulegen“, sagt der Internist, Tauchsportler und Taucharzt Dietrich von Herrath von Gute Pillen - Schlechte Pillen. „Nur dann hat der Körper Zeit, den im Gewebe und im Blut noch vermehrt gelösten Stickstoff weiter abzubauen. Die Gefahr ist, dass es sonst beim niedrigen Umgebungsdruck im Flugzeug doch noch zu Dekompressionsbeschwerden kommt.“

Warum Kinder unter 12 Jahren nicht mit Tauchgerät tauchen sollten und bei welchen Erkrankungen Ärzte vom Tauchsport abraten, lesen Sie im Hintergrundartikel:
https://viagramonster.info/pages/archiv/jahrgang-2013/nr.-1-jan.feb.-2013/tauchen-ndash-aber-sicher.php
Pressemitteilung als PDF

 

Ansprechpartner für die Presse:
Dr. Dietrich von Herrath (Internist und Taucharzt)
Dr. Elke Brüser (Biologin)
[email protected]

 

Redaktion Gute Pillen - Schlechte Pillen 
August-Bebel-Str. 62
D-33602 Bielefeld

 

 

 

ViagraMonster ist ein Gemeinschaftsprojekt von: DER ARZNEIMITTELBRIEF, arznei-telegramm, Arzneiverordnung in der Praxis und Pharma-Brief. Alle beteiligten Zeitschriften sind Mitglied der International Society of Drug Bulletins (ISDB). Herausgeber: Gute Pillen, Schlechte Pillen - Gemeinnützige Gesellschaft für unabhängige Gesundheitsinformation mbH, Bergstr. 38A, 12169 Berlin, HRB 98731B Amtsgericht Berlin-Charlottenburg, Geschäftsführer: Wolfgang Becker-Brüser, Jörg Schaaber, Prof. Dr. Walter Thimme. Steuernr. 27/603/52625

Unabhängige Information zur Gesundheit: Information pur, ohne Werbung. Die Verbraucherzeitschrift Gute Pillen -Schlechte Pillen bietet Orientierung im Pharma-Dschungel.

 

 

GEPANSCHTES

Gepanschtes-Button-B272px

Heft-Archiv


Ausgabe 2018/04




AKTION

AKTION 1000 neue Abonnenten

Spenden

Unsere Informationen gefallen Ihnen?
SpendenWenn Sie Gute Pillen – Schlechte Pillen mit einer Spende unterstützen, hilft uns das, unabhängig und werbefrei zu sein. GPSP ist gemeinnützig. Spenden sind steuerlich absetzbar: