Pseudokrupp

GPSP
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Vor allem in der kalten Jahreszeit kann es passieren, dass ein Kleinkind – meist nachts oder gegen Morgen – einen Pseudokrupp-Anfall erleidet. Das heißt, es hustet „bellend“ und hat Atemnot. „Wichtig ist, das Kind zu beruhigen“, so der Arzt Wolfgang Becker-Brüser von der Zeitschrift Gute Pillen - Schlechte.

Wenn das Kind schreit, wird dadurch der Auslöser des Anfalls verstärkt, und es ringt noch mehr um Luft. Die Beschwerden gehen von einer Entzündung im Bereich des Kehlkopfes aus, die die Schleimhäute anschwellen lässt und vor allem am Kehlkopf einen Engpass erzeugt. Bei Kindern unter vier Jahren passiert das besonders leicht, weil ihr Kehlkopf klein und eng ist. Die Folge: Das Einatmen ist erschwert, Atemnot entsteht.

Einem betroffenen Kind hilft oft frische kalte Luft. Becker-Brüser rät: „Gehen Sie mit dem warm eingepackten Kind ans offene Fenster.“

Kinder, die einen Pseudokrupp-Anfall erleiden, haben meist einen viralen Infekt (seltener einen bakteriellen), kränkeln oft schon tags zuvor oder sind heiser. Vorbeugend wirkt ein Spaziergang in kühler Luft oder nasse Tücher im Zimmer aufzuhängen. Kann das Kind problemlos schlucken, sind kühle Getränke hilfreich. Auf keinen Fall sollten Eltern so genannte Erkältungssalben wie Wick Vaporup® oder Tropfen mit ätherischen Ölen verwenden, denn diese können den Anfall verschlimmern (GPSP 1/2009, S. 4) . Bei schwerer Atemnot ist ärztliche Hilfe nötig.

Dass in der Nähe von Kleinkindern nicht geraucht werden darf, versteht sich eigentlich von selbst. Tabakqualm fördert auch Pseudokrupp.

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Ansprechpartner für die Presse:
Wolfgang Becker-Brüser
(Arzt und Apotheker)

[email protected]

Redaktion Gute Pillen - Schlechte Pillen 
August-Bebel-Str. 62
D-33602 Bielefeld

 

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Quellen:
1 Akute Atemnot. Wick VapoRub®: für Kleinkinder gefährlich. Gute Pillen - Schlechte Pillen 1/2009 S. 4
https://viagramonster.info/pages/archiv/jahrgang-2009/nr.-1-jan.feb.-2009/akute-atemnot-wick-vaporubr-fuer-kleinkinder-gefaehrlich.php

 

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