4. Dezember 2017

Akute Divertikulitis

Beobachten und abwarten

© gerenme/ iStockphoto.com
© gerenme/ iStockphoto.com

Viele haben sie, aber nur wenige mögen darüber sprechen: Darmprobleme. Ursache dafür können Ausstülpungen im Darm sein, die sogenannten Divertikel. Sind sie entzündet, verursachen sie Beschwerden. Lesen Sie, warum bei bestimmten Symptomen ein Arztbesuch so wichtig ist.

Ob Pizza, Pommes oder Paprika – alles, was wir essen und trinken, wandert durch den Darm. Täglich leistet das fünf bis acht Meter lange schlauchartige Organ richtig Arbeit: Im Magen und im Dünndarm wird die Nahrung in ihre Bestandteile zerlegt. Aus dem so entstandenen Brei nimmt die Darmwand alle nötigen Nährstoffe auf und gibt sie ins Blut ab. Der unverdauliche Rest gelangt in den Dickdarm. Dort werden dem Stuhl noch Wasser und Salze entzogen, bevor er den Körper verlässt.

Wann droht Ungemach?
Wer jung und gesund ist, merkt von der „Verdauungsarbeit“ wenig bis nichts. Doch mit zunehmendem Alter kommt es bei etlichen Menschen vor allem im Dickdarm zu Veränderungen, die erhebliche Probleme machen können: Es bilden sich sackartige Ausstülpungen der Darm­schleimhaut, so genannte Diver­tikel. Die sind zwar meist harm­los. Sie können sich aber manchmal entzünden, starke Schmerzen und unter Umständen lebensbedrohliche Komplikationen hervorrufen, die eine Operation erfordern. Ein Eingriff kann vor allem dann nötig sein, wenn sich die Entzündung über die Darmwand ausbreitet und sie zur Entzündung des Bauchfells, zu Abszessen oder Blutungen im Darm führt. Kommt es zum Darm­verschluss oder gar zum Darmdurchbruch, ist das ein Notfall, und es muss sofort operiert werden.

Mehr dazu im aktuellen Heft


  • Schmerzmittel: Nicht zu viel schlucken

    Auf den Packungen rezeptfreier Schmerzmittel soll demnächst folgender Warnhinweis ­stehen: „Bei

  • Kein Kinderspiel

    „Antidepressiva machen nicht abhängig“ – das steht in jedem Medizin-Lehrbuch, das sich mit Depressionen

  • Brustkrebs: Leere Versprechungen

    Vor einem Jahr berichtete GPSP unter dem Titel „Viel Rummel um ein neues Brustkrebsmedikament“ über den

  • „Wir müssen Impfen einfacher machen“

    Es ist nur selten Impfskepsis, wenn Menschen sich nicht gegen bestimmte Krankheiten immunisieren lassen.

  • Tai-Chi

    Das Fibromyalgie-Syndrom ist eine schwer zu behandelnde Krankheit, die unter anderem mit

  • Hilfe gegen Migräneattacken

    Dass einem ab und zu mal der Schädel brummt, kennt fast jeder. Doch wer von Migräne betroffen ist, weiß:

GEPANSCHTES

Gepanschtes-Button-B272px

Heft-Archiv


Ausgabe 2018/05




AKTION

AKTION 1000 neue Abonnenten

Spenden

Unsere Informationen gefallen Ihnen?
SpendenWenn Sie Gute Pillen – Schlechte Pillen mit einer Spende unterstützen, hilft uns das, unabhängig und werbefrei zu sein. GPSP ist gemeinnützig. Spenden sind steuerlich absetzbar: