Gute Pillen – Schlechte Pillen: 2006 / 06 S. 09

Anabolika in „Muskelaufbaupräparaten“ versteckt

Die deutsche Arzneimittelbehörde BfArM warnt vor der Einnahme so genannter Muskelaufbaupräparate. Diese können gefährliche Anabolika enthalten.

Vielleicht haben Sie auch schon daran gedacht, Ihr Fitness-Training – wie so mancher Bodybuilder – mit einem Muskelaufbaupräparat zu unterstützen. Aber Vorsicht: Wer solche Produkte im Internet oder über Zeitungsanzeigen bestellt, kann böse Überraschungen erleben. Manche Präparate enthalten nämlich Anabolika, die wohlweislich nicht als Inhaltsstoffe angegeben werden. Das haben Untersuchungen deutscher Überwachungsbehörden ergeben.1

Als Anabolika werden Stoffe bezeichnet, die vom männlichen Sexualhormon Testosteron abgeleitet sind. Eine Vermarktung als oder in Nahrungsergänzungsmitteln ist verboten, denn Anabolika haben erhebliche Nebenwirkungen. Es kann zum Beispiel zu schweren Leberschäden und Arteriosklerose kommen. Starke Akne ist häufig. Männer können unfruchtbar werden. Gefürchtet sind besonders die schweren Persönlichkeitsstörungen mit aggressivem Verhalten und Wahn sowie – vor allem beim Absetzen –Depressionen und Selbstmordneigung. Für Frauen besteht das Risiko der Vermännlichung ­– ein Phänomen, das durch Doping im Hochleistungssport bekannt ist.


Quelle
1    BfArM und BfR warnen: Vorsicht beim Kauf von Muskelaufbaupräparaten (28.8.2006)


Der Stand der Informationen entspricht dem Erscheinungsdatum des Hefts.

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